Gute Matratzen sollten gepflegt werden

Wer viel Geld in eine Qualitätsmatratze investiert hat, der sollte am Schutz für seine Liegewiese nicht sparen. Natürlich halten hochwertige Matratzen länger als Billigprodukte, doch auch gute Ware kann ohne die entsprechende Fürsorge schnell an Qualität einbüßen. Matratzen wollen und sollten gepflegt werden. Unzureichende Pflege verkürzt die Lebensdauer einer Matratze deutlich und geht somit auch ans Portmonee. Auch Hausstaubmilben fühlen sich in einer ungepflegten Matratze wesentlich wohler und können ihre Allergene ungehindert im Schlafzimmer verteilen – ein Alptraum für jeden Allergiker.

Dinge auf die man achten sollte
Beim Umgang mit Matratzen gibt es einige generelle Tricks und Dinge die man sich zu Herzen nehmen sollte. Beispielsweise können viele Matratzentypen regelmäßig gewendet werden, um eine gleichmäßige Abnutzung zu erreichen. Eine ausreichende Belüftung ist ebenfalls sehr wichtig. Zu vermeiden sind zudem billige Lattenroste mit geringer Vorspannung. Auch zu heftige Reinigungsversuche mit Schwamm und Seifenlauge richten oft Schaden an und helfen der Hygiene nur wenig. Doch auch bei guter Pflege sollte man seine Matratze nicht länger als sieben bis zehn Jahre behalten. Dann hat sie einfach ausgedient.

Matratzenbezug vs. Matratzenschoner
Um die Matratze von Anfang an wirklich hygienisch zu halten gibt es zwei Möglichkeiten. Auf der einen Seite kann man darauf achten, sich eine Matratze mit abnehmbarem Bezug, der bei mindestens 60 Grad waschbar ist, anzuschaffen. Dank eines Reißverschlusses lassen sich die Bezüge leicht abziehen. Allerdings ist zum waschen eine große Waschmaschine nötig mit einem hohen Maximalgewicht, da hausübliche Waschmaschinen durch die schwere Belastung schwere Schäden davon tragen können. Ein Maximalgewicht von 15 Kilogramm sollte es schon sein. Finden kann man solche Waschmaschinen oft in professionellen Waschsalons. Auch das Trocknen der Matratzenhülle kann sehr aufwendig werden. Die weniger aufwendige Alternative ist ein guter Matratzenschoner. Diese nützlichen Helfer zwischen Laken und Matratze kann man einfach Auf- und Abziehen und in der Haushaltswaschmaschine waschen. Gute Matratzenschoner töten zudem Staubmilben ab, verhindern eine neue Ansiedlung und sind ein hervorragender Nässeschutz.

Warum man einen Matratzenbezug regelmäßig reinigen sollte

Heutzutage werden handelsübliche Matratzen bis zu zwanzig Jahre und länger genutzt. Aufgrund ihrer Größe ist es jedoch schwer die Matratzen selbst zu reinigen oder gar zu lüften. Ein Matratzenbezug kann dem Problem Abhilfe schaffen. Er steht anstelle der Matratze in direktem Hautkontakt mit seinem Besitzer. Die Folgen des täglichen, mehrstündigen Kontakts sind Staubansammlungen, die Einnistung von Hausstaubmilben, Schweißansammlungen, ein erhöhtes Bakterienaufkommen bis hin zu Schimmeleinlagerungen. Anzeichen dafür, dass der Matratzenbezug gereinigt werden muss sind beispielsweise tränende, juckende Augen, eine laufende Nase, Atemnot oder Hautausschlag, welche Indizien für eine (Milben-)Allergie darstellen (können). In einer einzigen Doppelmatratze können bis zu einer Million Milben vorkommen! Ebenso wie die Matratze oder den Bezug sollte auch regelmäßig die Bettwäsche gewechselt werden. Bettwäsche steht wie die Matratze in engem Hautkontakt mit dem Nutzer. Als Faustregel gilt, die Bettwäsche in etwa alle 1-2 Wochen bei mindestens 60°C zu waschen und den Matratzenbezug einmal im Monat bei 90°C Kochwäsche zu reinigen. Matratzen und Bettwäsche gehören zu einem gesunden Schlaf wie Wasser und Obst zu einem gesunden Leben. Deshalb sollten Matratzen, Bezüge sowie die Bettwäsche nicht vernachlässigt sondern regelmäßig gereinigt werden.