Für die nächtliche Regeneration des Körpers ist gesunder Schlaf wichtig: Die Muskulatur entspannt sich, Energiefluss und Nervenaktivität nehmen ab, das Immunsystem erholt sich, die Wundheilungskräfte nehmen zu und das Gehirn speichert neue Energie. Nach 7 bis 9 Stunden ist ein Erwachsener wieder fit, entspannt und leistungsfähig. Bei Kleinkindern kann der nötige Schlaf bis zu 17 Stunden dauern.

Schlaf ist essentiell zur Regeneration des Körpers

Wie lang und wie entspannt wir schlafen, hängt von vielen Alltags- und Gesundheitsfaktoren ab und nicht zuletzt natürlich auch von der passenden Unterlage. Da wir gut ein Drittel unseres Lebens verschlafen, sollte die Matratze die Erholung unseres Körpers so gut wie möglich unterstützen. Doch was zeichnet bei der Vielzahl verschiedener Matratzen eine wirklich gute Matratze aus?

Kriterien für eine gute Matratze

Matratzen unterscheiden sich in der Art, wie sie die Lage des Körpers unterstützen, die Betttemperatur beeinflussen, den Feuchtigkeitsaustausch regulieren, bei der Be- und Entlüftung helfen und in wieweit sie Nährböden für Allergien bieten. Da jeder Körper andere Bedürfnisse hat, ist auch die Auswahl der Matratze individuell. Es gibt keine Matratze, die „die Beste“ für alle ist. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede, weshalb jeder seine optimale Matratze in Ruhe suchen und ausprobieren sollte. Eine hervorragende Auswahl und fachkundige Beratung bietet beispielsweise Betten & Schlafsysteme in Berlin-Charlottenburg.

Vor- und Nachteile der Matratzentypen

Federkernmatratzen sind weit verbreitet: Sie besitzen einen Stahlfederkern aus ineinander verschlungenen Bonnellfedern. Durch die Endlosfedern ist die Federung flächig und nicht druckpunktspezifisch. Andererseits können Federkernmatratzen dadurch maschinell und vergleichsweise günstig hergestellt werden. Statt mit Rosshaar, werden sie mittlerweile mit Latex oder Kaltschaum abgepolstert, was sie allergiefreundlicher macht. Durch den großen Federkern ist die Matratze gut belüftet, Feuchtigkeit wird schnell nach außen abgegeben, die Matratze ist immer kühl.

Wasserkernmatratzen umschließen Wasser in Venylfolie, verschiedene Zonen bremsen den Wasserfluss und ein elektrisches Heizsystem sorgt für die Erwärmung des Wassers. Wasserkernmatratzen können sich hervorragend an den Körper anpassen und die Druckentlastung unterstützen, mitunter führen sie aber auch zu untypischen Liegehaltungen, weil das verdrängte Wasser sich anderen Ortes Platz sucht. Wasserkernmatratzen sind nicht belüftet und bieten keinen Feuchtigkeitsaustausch. Die Fußbodenstatik muss das Gewicht des Schlafenden zusätzlich zu bis zu einer Tonne Wasser aushalten.

Luftkernmatratzen ähneln Wasserkern- oder auch Luftmatratzen. Ihr Härtegrad ist individuell veränderbar, allerdings bieten Luftkernmatratzen keine individuelle Druckentlastung verschiedener Körperregionen. Die Kunststoffmatratzen sind steril und leicht, sie bieten aber weder Entlüftung noch Feuchtigkeitsaustausch.

Viskoelastische Matratzen entfalten ihr Potential nur bei optimaler Raumtemperatur: die Schaummatratze besitzt eine 5-8 cm dicke elastische Schicht, die durch die Körperwärme elastisch wird und die Druckpunkte entlastet. Bei kühler Raumtemperatur bis 19oC bleibt die Matratze hingegen fest und unflexibel, während sie bei sommerlichen Raumtemperaturen zu weich werden kann. Die Belüftung und der Feuchtigkeitsaustausch sind durch die hohe Dichte des Materials nicht sehr hoch.

Kaltschaummatratzen aus PU Schaum sind nicht mehr das Billigprodukt von einst. Je dichter das Raumgewicht, desto haltbarer der Kaltschaum, aber auch desto geringer die Luftzirkulation. Ein Raumgewicht von ca. 50-60 kg/m3 ist ein guter Kompromiss. Kaltschaummatratzen gibt es in unterschiedlichen Härtegraden. Da sie die Beweglichkeit der Unterfederung übertragen, ist das optimale Schlafsystem für die Druckentlastung wichtig. Kaltschaummatratzen sind meist gut für Allergiker geeignet.

Naturmatratzen aus Hanf, Kokosfasern, Seegras, Jute oder Tierhaaren besitzen keinen natürlichen Federweg, weshalb sich leicht Kuhlen bilden, die für die Druckentlastung nicht hilfreich sein. Deshalb werden die Fasern oft zu festen Platten verpresst, die sich dem Körper nur wenig anpassen und die Druckpunkte nicht entlasten. In Verbindung mit Federkernen oder anderen Matratzenschichten können Naturfasern jedoch sehr gesund sein. Das Risiko allergener Belastungen durch Milben oder Pilze ist in Naturmatratzen aber vergleichsweise hoch.

Latexmatratzen sind hochwertige Schaummatratzen aus der Milch des Gummibaumes oder aus synthetischen Ölraffinerie-Produkten. Selbst Naturlatex besitzt in seiner reinsten Form Talalaylatex noch zu 30% Zusatzstoffe. Latexmatratzen haben eine sehr anpassungsfähige Oberfläche mit guter Punktelastizität, sie sind durch ihre hohe Dichte schwer und lange haltbar. Sie lassen sich gut mit Lattenrosten kombinieren, da die Unterfederung das Einsinkverhalten der Matratze stützt.

Taschenfederkernmatratzen werden aus je 300 bis 1.000 einzelnen Federn konstruiert. Ihre Punktelastizität ist daher hervorragend, gleichzeitig sind die Matratzen gut belüftet und lassen den Feuchtigkeitsaustausch zu. Die besten Taschenfederkernmatratzen besitzen 9-Gang Federn mit längeren Federwegen, die sehr ausbalanciert auf verschiedene Körperregionen reagieren können. Die Polsterabdeckungen können aus Naturlatex, Kaltschaum und verschiedenen Wollsorten bestehen, sodass sich hier je nach Geschmack der Rolls Royce der Matratzen kombinieren lässt.

Druckpunktentlastung ist zentral für die Entspannung

Wichtigstes Kriterium bei der Matratzenauswahl ist die Druckpunktentlastung: eine gute Matratze entlastet im Alltag stark beanspruchte Körperzonen wie Kopf, Schulter, Halswirbelsäule oder Becken, indem sie die Regionen um das Druckprofil mit Gegendruck stärkt. Je feinräumiger dies geschieht, desto besser können die Druckpunkte entspannen. Je nach Körpergewicht gibt es hierzu Matratzen in unterschiedlichen Härtegraden. Eine Matratze, die einen Körper lediglich an seinen schwersten Punkten wie in einer Kuhle umschließt, würde dessen Verspannungen nur verstärken.

Deshalb sollte niemand beim Kauf einer Matratze sparen. Diese langfristige Ausgabe kann nicht nur mitverantwortlich für Ihre gute Laune in den nächsten Jahren sein. Eine gute Matratze ist eine dauerhafte Investition in die eigene Gesundheit.

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