Matratzen-Verkäufer empfehlen, Matratzen im Rhythmus von circa zehn Jahren auszutauschen. Dann wird es auch allerhöchste Zeit, denn über die Jahre hinweg setzen sich sichtbar Schweiß und Schuppen in einer Matratze fest. Ein Wechsel ist dann unausweichlich. Doch wenn es darum geht, die ideale Matratze auszuwählen, stehen die meisten Käufer auf dem Schlauch. Noch dazu lassen sie sich gerne von Mythen leiten. Um dem entgegenzutreten, möchten wir Ihnen als Kunden die Augen öffnen und weit verbreitete Irrtümer widerlegen.

 

Dickere Matratze impliziert keineswegs höheren Komfort

Laien behaupten, dass dickere Matratzen einen höheren Komfort bedeuten. Viele Verkäufer raten zudem, eine Matratzen-Dicke von mindestens 20 Zentimetern auszuwählen. Dies muss allerdings nicht sein, denn auch dünnere Matratzen sorgen für komfortable Ruhe. Bedeutender ist, dass der Körper und insbesondere die Schultern tief genug in das Material einsinken können.

 

Eine als „hart“ eingestufte Matratze ist nicht notwendigerweise hart

Beim Kauf lassen sich zahlreiche Käufer von den sogenannten Härtegraden der Matratzen leiten. Auf Skalen wird ihnen dabei oftmals nur vorgegaukelt, dass die Matratzen weich oder hart seien. Allerdings gibt es keinen einheitlichen Maßstab, sodass jeder Hersteller seine Skalen selbst definiert. Die weichste Matratze eines Herstellers kann somit immer noch härter als die härteste Matratze eines anderen Herstellers sein – selbst, wenn die Skalen das Gegenteil behaupten.

 

Matratzenschoner können schädlich für Matratzen sein

Gemeinhin wird behauptet, ein Matratzenschoner sei immer gut für eine Matratze. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Genauso gut kann ein Matratzenschoner schädlich sein – beispielsweise, wenn die Feuchtigkeit aus der Matratze nicht mehr entweichen kann und sich dadurch Schimmel bildet. Hilfreicher ist daher oftmals die regelmäßige Reinigung des Matratzenbezugs.

 

Teuer ist nicht immer besser

Vermeintlich hochwertige Komponenten stellen sich häufig als schlechte Marketing-Gags heraus. Eine gute Matratze muss preislich nicht im vierstelligen Bereich liegen, denn die Produktionskosten der allermeisten Matratzen sind weitaus geringer. Bei Tests fallen hochpreisige Matratzen immer wieder durch schwache Qualität auf. Außerdem müssen Sie nicht zu Gelschaum-Matratzen und Lattenrosten greifen, da deren Wirkungen in Fachkreisen ebenfalls umstritten sind.

Wer sich dieser Irrtümer entledigt, vermeidet folgenreiche Fehler bei der Kaufentscheidung und spart bares Geld.

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